Helfer vor Ort wird mit dem RESCU-Preis ausgezeichnet

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25.04.2014

Helfer vor Ort wird mit dem RESCU-Preis ausgezeichnet

Oftmals von der Öffentlichkeit unbemerkt werden unter dramatischen Umständen Menschleben in der Nachbarschaft gerettet. Der Verein "Rettungszentrum Regensburg" hat für solche "stillen Helden" den "RESCU-Preis" ins Leben gerufen und will damit außergewöhnliche Leistungen ehren. Die Helfer vor Ort aus Oberdeggenbach erhielten diesen Preis für eine erfolgreiche Wiederbelebung.

Führungsriege der MHD Ortsgruppe

Bild: Achim Bauer (5.v.l.) überreichte zusammen mit MZ-Chefredakteur Holger Schellkopf (3.v.l.) Stefan Hurzlmeier (1.v.l.) und Daniel Sporer (4.v.l.) den RESCU-Preis (Foto: Stöcker)

Was wissen wir eigentlich über die hervorragende Arbeit im Rettungsdienst, fragt jedes Jahr das Rettungszentrum Regensburg (rzr) provokativ, wenn es zur Teilnahme am Rescu-Preis (Regensburg Emergency Services Centre at the University) aufruft. Oft sind es nur kleine Meldungen im Polizeibericht, hinter denen dramatische Ereignisse stecken. Ein schwerverletzter Motorradfahrer, der in eine Klinik eingeliefert wurde. Aber der Mann, der ihm das Leben rettete, taucht darin nicht auf. Auch der Familienvater, der ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit in die Isar springt, um einer ertrinkenden Seniorin zu helfen, tut dies im Verborgenen. Diese Menschen werden mit dem Preis des Rettungszentrum Regesburg ins Rampenlicht gehoben. Am vergangenen Samstag waren es wieder vier Auszeichnungen, die gesponsert von Mittelbayerische Zeitung, BMW Werk Regensburg, Radio Charivari und der Kommunalen Unfallversicherung Bayern, im Rahmen des Rescu-Fachtages im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder überreicht wurden. Dabei wurden die Helfer vor Ort aus Oberdeggenbach zusammen mit vier Laienhelfern für eine erfolgreiche Wiederbelebung am Sportplatz in Schierling ausgezeichnet. Es war der siebte Spieltag der Senioren-Bezirksliga Niederbayern. Der TSV Abensberg gastierte beim TV Schierling. Nach einem beherzten Schuss lief Stürmer Achim Bauer zurück zur Mittellinie als er zusammenbrach. „Meine Mitspieler sahen, dass ich überall am Körper verkrampfte und blau angelaufen war.“ Sofort eilten mehrere Spieler und Zuschauer herbei, um zu helfen. Ein Kampf um Leben und Tod begann. Noch auf dem Spielfeld leiteten vier Helfer Wiederbelebungsmaßnahmen ein und hatten Erfolg. Der Puls wurde tastbar, doch wenige Minuten später verschlechterte sich der Zustand des Abensbergers erneut. Als der Helfer vor Ort aus Oberdeggenbach sechs Minuten nach Alarmierung eintraf, wurde dem Patienten durch einen Frühdefibrillator ein Elektroschock verabreicht und die Herz – Lunken – Wiederbelbung fortgesetzt. Fünf Minuten später landete der Rettungshubschrauber Christoph Regensburg auf dem Spielfeld, welcher die weitere Behandlung übernahm. Achim Bauer wurde mit dem Rettungswagen unter Notarztbegleichtung zur weiteren Versorgung in die Uniklinik Regensburg gebracht. Während des Fußballspiels hatten sich Cholesterinablagerungen am linken Herzkranzgefäß gelöst und so einen Herzstillstand verursacht, weiß der Niederbayer heute. Achim Bauer hat sich erholt und macht auch wieder Sport. „Durch das schnelle sowie fachkundige Eingreifen der Laienhelfer und den schnellen Einsatz des Frühdefilibrillators durch die Helfer vor Ort wurde Achim Bauer das Leben gerettet“, stellte die Jury fest. Der von der Mittelbayerischen Zeitung gestiftete Rescu-Preis geht an Daniela Holzer, Alfons Blabl, Klara Beutlhauser, Herbert Tuscher sowie an die HvO-Gruppe Oberdeggenbach. Achim Bauer dankte seinen Helfern bei der Preisverleihung: „Ich bin froh, dass ich noch hier stehe. Ihr habt das super gemacht.“ Der RESCU-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert. Die Laienhelfer verzichteten zu Gunsten des HvO auf das Preisgeld, sodass der gesamte Betrag der HvO – Gruppe zu Gute kommt.

Onlineartikel der Mittelbayerischen Zeitung