Jahreshauptversammlung der Malteser Grafentraubach / Oberdeggenbach

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05.04.2014

Jahreshauptversammlung der Malteser Grafentraubach / Oberdeggenbach

(rb) Eine hohe Einsatzstundenzahl leisteten die Mitglieder der Ortsgruppe Grafentraubach-Oberdeggenbach im Malteser Hilfsdienst in der Notfallvorsorge und auch die „Helfer vor Ort“ Oberdeggenbach im letzen Jahr, dies zeigten die Rechenschaftsberichte bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zum Aumeier“ in Schierling auf. Lob gab es von den Ehrengästen nicht nur für diesen Dienst am Nächsten, sondern auch für eine rührige und erfolgreiche Jugendarbeit im Ortsverband.

Führungsriege der MHD Ortsgruppe

Ausbildungsstatistik
Nach der Begrüßung durch Gebietsleiter Xaver Treintl, dessen besonderer Gruß H.H. Prälat Hein-rich Wachter, H. BGR Johann Bäumel, Diözesanleiter Dr. Rainer Tichy sowie MdL Josef Zellmeier und Bürgermeister Christian Kiendl galt, nahm Ausbildungsleiterin Sonja Langmantl Stellung zu abgehaltenen Kursen. Sie sagte das die Ortsgruppe derzeit über neun qualifizierte Ausbilder verfüge die im letzten Jahr bei neun Erste Hilfe Kursen, fünf Erste Hilfe Trainings, einem Kindernotfallkurs und drei Kursen in LSM insgesamt 205 Personen ausbildeten.

Damit sei die Ausbildungstätigkeit wieder etwas gestiegen. WeiteKursteilnehmerr berichtete sie dass die Ausbilder an der vorgeschriebenen Weiterbildung teilnahmen und die Ortsgruppe auch weiterhin das erste Modul der Einsatzsanitäterausbildung der Diözese durchführen wird.

 

Der Leiter Einsatzdienste, Hubert Langmantl, berichtete das mit 1813 Einsatzstunden insgesamt 39 Sanitätseinsätze mit 174 Hilfeleistun-gen von den Mitgliedern geleistet wurden. Dazu müsse man noch etwa 180 Stunden für vorbereitende Maßnahmen und Materialpflege hinzurechnen. Im Wesentlichen waren dies Sanitätsdienste bei Wallfahrten, Fahnenweihen, Jugendpartys und Unterstützungen bei Großveranstaltungen.

Statisik Notfallvorsorge
Für diese Einsatzdienste stehen der Ortsgruppe momentan 50 aktive Personen zur Verfügung die Qualifikation vom Rettungsassistenten über Rettungssanitäter, Einsatzsanitäter, Sanitätshelfer, Ersthelfer bis zum Gruppenführer, Zugführer und Einsatzleiter vorweisen können. Als aufwändigste Hilfeleistung nannte er die Unterstützung beim Juni-Hochwasser in Regensburg, Deggendorf und Straubing, wo 19 Kräfte innerhalb von drei Wochen 858 Stunden leisteten. Um all dieses leisten zu können habe man im letzten Jahr auch wieder die Ausrüstung verbessert, so wurden ein Rettungszelt und ein Stromverteiler angeschafft.
NV-Stundenverteilung

Zur Einsatzstatistik der „Helfer vor Ort“ sagt er, dass man im Jahre 2013 zu 256 Einsätzen im Gemeindebereich von Schierling und Pfakofen gerufen wurde. Damit liege man auf dem Level des Vorjahres.

Den Bericht der Jugendleitung trugen Ursula Treintl, Anna Forster und Verena Sporer vor. Sie gaben einen Überblick der Unternehmungen und Aktivitäten intern und im Diözesanverband. Besonders erfreulich nannten sie dabei die gut angenommenen Gruppenstunden die in den Altersgruppen sechs bis elf Jahre und zwölf bis sechzehn Jahren angeboten werden.

Über die Finanzen der Ortsgruppe gab Kassiererin Ingrid Forster Rechenschaft. Als Haupteinnahmen nannte sie die Altkleidersammlung, die Rückerstattungen aus Sanitätseinsätzen und Ausbildungskursen, Spenden sowie die Zuweisung von Mitgliedsbeiträgen. In der Bilanz vermeldete sie ein gutes Haushaltsjahr sowie einen solidem Kassenstand.

Gebietsbeauftragter Xaver Treintl nutzte seinen Rechenschaftsbericht um seinen Mitgliedern und Führungskräften Danke zu sagen für eine gute Zusammenarbeit und deren Bereitschaft sich in den Dienst für den Nächsten zu stellen. Sein Dank galt auch Firmen, Vereinen und Privatleuten sowie den Gemeinden Laberweinting und Schierling für Spenden und Unterstützungsleistungen. Freude äußerte er über den Umstand dass man im letzten Jahr die Anschaffung neuer einheitlicher Einsatzkleidung realisieren konnte und dass die Helfer vor Ort in Oberdeggenbach so tolle Unterstützung von allen Seiten für die Anschaffung ihres neuen Einsatzfahrzeugs erhält.

Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt von den Berichten und lobte „ihr seid einfach eine tolle Truppe. Dass der HvO - Dienst in Schierling nicht mehr wegzudenken ist sei hinlänglich bekannt, deshalb habe der Markt nach seinem Worten auch die Anschaffung des neuen Einsatzfahrzeugs mit 5.000 Euro unterstützt. Die große Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung sah er als einen Vertrauensbeweis in die HvO. Er appellierte an die Gruppe ihre gute Nachwuchsarbeit weiterzuführen um Kinder und Jugendliche ans „Helfen“ heranzuführen, schon auch deswegen weil man Zivilcourage in der Jugend erlernt. Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier würdigte in seinem Grußwort die Arbeit der Ortsgruppe, aufgrund seiner politischen Arbeit kenne er aber auch Probleme mit denen gemeinnützige Institution wie die Malteser zu kämpfen hätten, besonders heute wo immer mehr private Unternehmen in das Metier Rettungsdienst drängen. Bei Großschäden wie beispielsweise der Flutkatastrophe im letzten Jahr habe sich allerdings wieder einmal mehr der Vorteil der gemeinnützigen Institutionen gezeigt weil Private kein Personal für solche Katastrophen vorhalten können. Er werde sich in der Politik auch weiterhin für Hilfsorganisationen stark machen. Informationen aus der Praxis seien hier natürlich sehr hilfreich, sollten Probleme auftreten könnten diese direkt an ihn herangetragen werden. Dr. Rainer Tichy sagte das er gerne zu dieser Versammlung gekommen sei, weil er hier eine innerlich geschlossene Gruppe sehe die einem Diözesanleiter einfach Freude bereiten muss. „Ich bin auch stolz das ihr über gesunde Finanzen verfügt die nicht von ungefähr kommen, eure Einsätze und Ausbildungen sind einfach vorbildlich“. Er würdigte ebenfalls die Arbeit der Helfer vor Ort die heuer ihr „Zehnjähriges“ feiern können und sagte dass er als Notarzt nur zu gut wisse welche Anspannung hinter einer solchen ständigen Einsatzbereitschaft stehe. In einer Vorschau verwies Dr. Tichy auf den Katholikentag der heuer vom 28. Mai bis 01. Juni in Regensburg stattfindet und bei dem die Malteser hauptsächlich für die Organisation zustän-dig sind, deshalb brauche man jede helfende Hand. Der Diözesanleiter übergab im Anschluss die Ernennungsurkunden zum Zugführer an Michael Asanger und Stefan Hurzlmeier.

Auszeichnung Fluthelfer
Zusammen mit MdL Josef Zellmeier zeichnete er Einsatzkräfte der Ortsgruppe beim Juni-Hochwasser aus. Die Urkunde der bayerischen Staatsregierung mit Anstecknadel erhielten Miriam Amann, Tobias Ei-chinger, Silvia Eichmeier, Marina Eichmeier, Lisa Forster, Josef Forster, Sonja Langmantl, Josef Steger, Edeltraud Steinberger und Michael Schröder. Neun weitere Einsatzkräfte der Ortsgruppe konnten diese Auszeichnung bereits bei anderen Anlässen entgegen nehmen.